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26.04.2011

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26. März 2011

Spatenstich auf dem Schlossberg

Burgfreunde bauen ein Gerätehütte für Ausgrabungen, Fundstücke und als Unterstand 

von Alfons Jäger 

Der Anfang ist gemacht. Wird der Traum vom 1. April Scherz aus dem Jahr 2003 doch noch Wirklichkeit? Im Kleinen scheint es zumindest möglich. Der Spatenstich für ein stattliches Gerätehaus ist nun erfolgt. 

Angefangen hat alles mit der Flurbereinigung und Dorferneuerung in Julbach. Im Zuge dieser überaus erfolgreichen Ortsbildaufwertung wurde auch der Schlossberg zugänglich gemacht. Der völlig zugewachsene Weg wurde hergerichtet, der Brunnen neu gefasst und eingezäunt und vor allem ein Zugang zu den unterirdischen Gängen, dem historisch bedeutsamen Erdstall (abgeleitet von: Stelle in der Erde) gebaut. 

Ein weiterer Meilenstein war dann der Artikel in der Passauer Neuen Presse zum 1. April 2003 der vom Wiederaufbau der Burganlage kündete und ein ungeahntes Echo hervorrief. Fortan kamen immer mehr Besucher, um den tollen Ausblick über das gesamte Inntal zu genießen und natürlich auch um die historische Stätte zu erkunden. Mit dem steigenden Interesse wurde schließlich in vielen Gesprächen der Gedanke von einem Verein der Burgfreunde geboren, die sich zum Ziel setzen, den Schlossberg und seine reichhaltige Geschichte wieder lebendig werden zu lassen. 2004 wurde dieser Verein aus der Taufe gehoben. Viel ist seither droben auf dem Berg passiert. Ein Fahnenmast ist als weithin sichtbares Symbol aufgestellt worden, ein großer Tische zum Verweilen gebaut und vor allem sind dreimal unter Anleitung des Burgenforschers Dr. Joachim Zeune archäologische Grabungen durchgeführt worden - mit tollen Funden und etlichen neuen Aufschlüssen zur bewegten Geschichte der Burg zu Julbach. Jetzt soll ein weiterer Schritt den Schlossberg beleben. 

Eine großzügige Gerätehütte soll die Basis werden, als Aufbewahrungsort bei künftigen Grabungen. 

Sie soll auch Unterschlupf gewähren bei schlechtem Wette, wenn Feste gefeiert oder Führungen gemacht werden. Zum Spatenstich haben sich gut 40 Personen zusammengefunden. 

Burgfreunde - Vorstand Koni Engleder begrüßte als Ehrengäste Bürgermeister Elmar Buchbauer, dessen Vertreter Hans-Peter Brotschelm und als Vertreter der Bayerischen Forstverwaltung Albert Braun. Gekommen waren auch Planzeichner Uli Gottanka, Bauleiter Anderl Gstattenbauer und Freunde vom Verein "Tempus Rapax" aus Frauenstein.
Engleder erklärte das geplante Bauprojekt, das immerhin die Ausmaße von zehn mal sechs Metern haben wird. "Unser Ziel ist weiterhin die Erforschung des Schlossberges auf archäologischer Grundlage" sagte er. Dafür würde nun dieser Schuppen geschaffen, damit das nötige Werkzeug gelagert und vor allem die Fundstücke aufbewahrt werden können. Er nannte das Gebäude als Basis für weitere Forschungen. Er dankte den Entscheidungsträgern im Landratsamt Rottal-Inn, dem Forstamt mit Sitz in Rosenheim, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalschutz und der Gemeinde Julbach für dien unbürokratischen und reibungslosen Ablauf beim Genehmigungsverfahren. Er wies auf die Möglichkeit, symbolische Baustein im Wert von 10 Euro bei Gabi Sperl zu kaufen.

 Bürgermeister Elmar Buchbauer erinnerte an die Vorleistungen im Zuge der Flurbereinigung und lobte die jahrelangen Aktivitäten der Burgfreunde. "Dieses Engagement um die Heimatgeschichte wird auch im Landratsamt wohlwollend verfolgt", sagte er. Buchbauer kündigte an, dass sich die Gemeinde an den Baukosten beteiligen wird. Damit luden die Verantwortlichen zum symbolischen Spatenstich und einer anschließenden kleinen Feier an einem der schönsten Aussichtsplätze über das Inntal.

 

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