|

Alles begann 2003 mit einem Aprilscherz...
|
|
|
Ein Ortsadel wird
für Julbach bereits 1078 mit einem Raffalt de Jugilbach greifbar. Unter
Werinhart de Jugelbache, der 1112 noch unter den herzoglichen Ministerialien
(= Dienstmannen), 1150 dann bereits als Nobilis (= Edler) erscheint,
vollzog sich der gesellschaftliche Aufstieg der Julbacher.
Im Jahre 1165 hören wir mit Gebhardus comes de Julbach erstmals von einem
Grafengeschlecht von Julbach. 1377 verpfändete Friedrich, Burggraf zu
Nürnberg, die Veste, Pflege und Herrschaft Julbach für 8.000 Gulden an
die Landshuter Linie der Wittelsbacher, von der sie 1382 durch den
Verzicht Graf Heinrichs VI. von Schaunberg an die Landshuter Linie der
bayerischen Herzöge kam. Fortan saßen auf der Burg herzögliche Pfleger
und Richter.
Als die Julbacher im Wittelsbacher Erbfolgekrieg Herzog Albrecht von
München-Bayern unterstützten, ließ Pfalzgraf Rupprecht die Burg 1504
zerstören bzw. niederbrennen. In den Jahrhunderten danach wurden im
gesamten Dorf (Friedhofsmauer, Gasthof etc.) Bausteine der Burg verbaut.
Im Zusammenhang mit solchen Abbrucharbeiten fanden 1832 und 1887 Grabungen
statt, ergänzt durch eine unsachgemäße Forschungsgrabung im Jahre 1932,
bei der nach Fundamenten gesucht wurde.
Über das Aussehen der Burg berichtet als Einziger der bekannte Kartograph Philipp Apian, der in den
Jahren um 1560 auf dem Hügel oberhalb der Kirche eine im Verfall begriffene
Burg fand. Rechts, d.h. im Osten, stand ein Turm mit Zinnen, links ein
kapellenähnliches überdachtes Gebäude.
Der Sitz des 1078 erwähnten Raffolt dürfte sich noch
unten im Ort befunden haben. Vermutlich zogen die Julbacher erst mit ihrem
Aufstieg in den Grafenstand auf die Höhe 80 - 90 m über dem Tal, um ihre
Machtstellung auch optisch zu manifestieren. Dort errichteten Sie auf dem
höchsten Punkt des Areals einen großen, wohl quadratischen Wohnturm, den
eine Ringmauer eng umfriedete. Diese kleine Hauptburg wurde sichelförmig
von einer Vorburg umzogen. |