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Heute kaum mehr vorstellbar, erhob sich auf
der Anhöhe oberhalb des Ortes eine imposante Steinburg, die von ihrem
frei geholzten Bergsporn weithin sichtbar das gesamte Umland dominiert.
Heute hat sich der Wald ihrer spärlichen Reste bemächtigt.
Sehenswert ist besonders das
ausgedehnte unterirdische Gangsystem, das den Julbacher Schlossberg in
geringer Tiefe durchzieht und ihn zu einem herausragenden Kulturdenkmal
erhebt. Erhalten hat sich ein spitz gewölbter Hauptstollen von ca. 41m
Länge, der den lockeren Mergelboden in West-Ost-Richtung durchzieht.
Von diesem Hauptstollen zweigen vor allem nach Norden mehrere Gänge ab,
von denen zwei nach einigen Metern hakenförmig blind in dem
Sand-Kies-Gemenge endend, nie vollendet wurden.
Die vermutlich während der
Franzosenkriege im frühen 19. Jahrhundert verfüllten Gänge wurden
1858, 1932 und schließlich 2002 endgültig freigelegt und mit einem
massiven Stollenmund versehen.
Das "Julbacher" Gangsystem, das vermutlich
zeitgleich mit der Burg entstand, wurde 2002/2003 durch den Arbeitskreis
für Erdstallforschung aufgemessen und untersucht.
Die Erdgänge sind auf Wunsch begehbar
(Anfrage bei der Gemeinde). Ein zweiter Erdstall lag unter der Julbacher
Kirche, stand aber nie mit jenem des Schlossberges in Verbindung. |
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Übersicht Gang
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Gangsystem der unter
der Burganlage am Schlossberg
Eingang zu den Erdgängen am Schlossberg.
Hauptgang mit einer Länge von
41 m.
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